Meldungen
Zammad: Ticketsystem über zwei Zero-Days angegriffen, Patch-Lage umstritten
Das niederländische „Institute for Vulnerability Disclosure“ (DIVD) wurde am 21. September 2026 über zwei Zero-Day-Lücken im Ticketsystem Zammad gehackt. Die Angreifer übernahmen Sitzungen, führten Code aus und stiegen bis auf Root-Rechte auf, nach Einschätzung des DIVD gesteuert von einem KI-Agenten. Das niederländische NCSC meldet aktive Ausnutzung seit dem 21. September.
TeamViewer: Fünf Sicherheitslücken in Full Client und Host, Update auf 15.82
TeamViewer hat am 29. September 2026 mit Version 15.82 fünf Schwachstellen in Full Client und Host für Windows, Linux und macOS geschlossen. Die schwerste, CVE-2026-92370 (CVSS 8.8), erlaubt einem authentifizierten Angreifer in einer Sitzung, vom Nutzer eingestellte Berechtigungen zu umgehen, im schlimmsten Fall bis zur Codeausführung auf dem Zielrechner. Die
Cisco Catalyst SD-WAN Manager: Aktiv ausgenutzte Lücke gibt Angreifern Admin-Zugriff
Cisco hat am 30. September 2026 die Schwachstelle CVE-2026-76504 (CVSS 9.8) in Catalyst SD-WAN Manager geschlossen. Ein Angreifer ohne Anmeldung erhält mit einer präparierten HTTP-Anfrage Administratorzugriff auf die API des Managers. Betroffen sind alle Installationen unabhängig von der Konfiguration, einen Workaround gibt es nicht. Cisco bestätigt, dass die Lücke bereits
Pentagon: Personaldaten von mehr als drei Millionen Menschen waren monatelang zugänglich
Über eine Sicherheitslücke in einem Filesharing-System hatten Unbefugte zwischen Oktober 2025 und Juli 2026 Zugriff auf einen Server des Defense Manpower Data Center (DMDC), das Personaldaten für das US-Verteidigungsministerium verwaltet. Nach Angaben des Pentagon sind 2,76 Millionen lebende und 294.000 verstorbene Personen betroffen. Die Daten lagen teilweise unverschlüsselt vor. Für
Cyberangriff auf Getränkehersteller Labertaler: Produktion stand still, Ermittler schalten sich ein
Der Getränkehersteller Labertaler aus Schierling im Landkreis Regensburg ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Die Täter verschlüsselten Firmendaten und forderten Geld, das Unternehmen zahlte nicht. Laut web.de konnten vier Tage lang keine Getränke ausgeliefert werden, die Produktion stand eine Woche still. Kundendaten sollen nicht abgeflossen sein. Inzwischen ermitteln nach Angaben der
FortiMail: Zero-Day-Lücke wird ausgenutzt, Patches fehlen noch
Fortinet warnt vor einer kritischen Schwachstelle in FortiMail, die bereits ausgenutzt wird. Ein Angreifer ohne Anmeldung kann mit präparierten HTTP- oder HTTPS-Anfragen beliebige Dateien auf das System schreiben (CVSS 9.8). Korrigierte Versionen sind angekündigt, aber Stand heute noch nicht erschienen. Bis dahin schützt nur ein Workaround. Was ist passiert Am
Citrix NetScaler: Ausgenutzte Lücken legen Kommunen lahm, neue Zero-Day-Lücke folgt
Citrix hat am 27. September 2026 acht Schwachstellen in NetScaler ADC und NetScaler Gateway geschlossen. Zwei davon werden bereits aktiv ausgenutzt, eine betrifft jede Standardkonfiguration und lässt sich ohne Anmeldung angreifen. Vorsorglich fuhren die kommunalen Rechenzentren in Rheinland-Pfalz zentrale Systeme herunter, betroffen waren alle 194 hauptamtlich geführten Verwaltungen. Seit dem
KI-Stimmklon: Betrüger erbeuten 95 Millionen Euro von der Privatbank Fideuram
Eine gefälschte WhatsApp-Nachricht und ein Anruf mit geklonter Stimme haben gereicht, um die italienische Privatbank Fideuram um 95 Millionen Euro zu erleichtern. Der Betrug geschah im Februar 2026 und ist erst jetzt öffentlich geworden. Der Fall zeigt, wie gut sich KI-Stimmen für die klassische Chef-Masche eignen. Was ist passiert? Im
Datenabfluss bei Lieferdienst Flink: Kunden erhalten Erpressermails
Nach einem Cyberangriff auf den Berliner Lieferdienst Flink erhalten Kunden Erpressermails. Die Täter sprechen sie mit Vor- und Nachnamen an und verlangen ein Lösegeld in der Kryptowährung Ether. Flink bestätigt den unbefugten Zugriff und rät, nicht zu zahlen. Was ist passiert? Die Täter drangen mit den Zugangsdaten eines ehemaligen Mitarbeiters
SharePoint: Lücke CVE-2026-65660 wird angegriffen, August-Update jetzt prüfen
Angreifer nutzen eine Schwachstelle in Microsoft SharePoint Server aus, für die es seit dem August-Patchday ein Update gibt. Microsoft hat seinen Eintrag am 25.09.2026 aktualisiert und bestätigt Angriffe. Die US-Behörde CISA hat die Lücke am selben Tag in ihren Katalog ausgenutzter Schwachstellen aufgenommen. Was ist passiert? CVE-2026-65660 ist eine Code-Injection-Lücke
Phishing-Attacke auf Bundestagsabgeordnete: Gefälschte Mail von Nius-Account
Die Bundestagsverwaltung warnt vor einer laufenden Phishing-Kampagne gegen Abgeordnete, bei der eine kompromittierte E-Mail-Adresse des Online-Portals Nius als Absender diente. In mehreren Abgeordnetenbüros wurden bereits Zugangsdaten eingegeben, ein Datenabfluss wird nach aktueller Einschätzung jedoch ausgeschlossen. Was ist passiert? Seit spätestens Dienstag, 22.09.2026 waren E-Mails im Umlauf, die von der Adresse
Phishing im Namen von ELSTER: Mail fordert zur angeblichen Korrektur der Steuerdaten auf
Aktuell kursiert eine Phishing-Mail im Namen von ELSTER, die vor angeblichen Unstimmigkeiten im gespeicherten Steuerkonto warnt und zur sofortigen Korrektur der persönlichen Daten auffordert. Die Verbraucherzentrale warnt ausdrücklich davor. Was ist passiert? In der Mail wird behauptet, im gespeicherten Steuerkonto lägen Unstimmigkeiten vor, die persönlichen Daten müssten daher korrigiert werden.
IT-Panne überschreibt elf Jahre Geburtsdaten in britischer Klinik
Beim britischen Klinikverbund Nottingham University Hospitals NHS Trust hat eine Routinewartung eine Datenbank mit Geburtshilfe-Daten aus elf Jahren überschrieben. Es handelt sich nicht um einen Cyberangriff, sondern um einen menschlichen Fehler. Die eigentlichen Behandlungsdaten konnten wiederhergestellt werden, die Zugriffsprotokolle aus den Jahren 2011 bis 2022 aber nicht vollständig, also ausgerechnet
Aktive Angriffe auf F5 BIG-IP, Check Point und Arista VeloCloud
Mehrere IT-Sicherheitsbehörden warnen vor laufenden Angriffen auf kritische Lücken in gleich drei Produktfamilien am Netzwerk: F5 BIG-IP APM, Check Point Security Gateway und Management sowie Arista VeloCloud Orchestrator On-Premise. Alle betroffenen Lücken sind aus der Ferne und ohne Anmeldung ausnutzbar, mehrere erreichen kritische CVSS-Werte bis 9.8. Wer solche Geräte betreibt,
WordPress: Zwei Sicherheitsupdates kurz hintereinander, jetzt auf 7.1.2 aktualisieren
Innerhalb weniger Tage hat WordPress zwei Sicherheitsupdates veröffentlicht. Version 7.1.1 schließt die Angriffskette Click2Shell, über die sich mit einem einzigen Klick Schadcode auf einer Website ausführen lässt. Kurz darauf folgte Version 7.1.2 mit der Korrektur einer kritischen Lücke, die sogar ganz ohne Anmeldung ausnutzbar ist. Wer gerade erst auf 7.1.1
Atlassian Confluence Data Center: Angreifer können vertrauliche Inhalte auslesen
Atlassian hat eine Schwachstelle in Confluence Data Center geschlossen, über die sich ein Angreifer ohne jede Anmeldung vertrauliche Informationen aus der Kollaborationsplattform beschaffen kann. Die Lücke ist als hoch eingestuft, ein öffentlicher Angriff ist bislang nicht bekannt. Wer eine selbst gehostete Confluence-Instanz betreibt, sollte auf eine der korrigierten Versionen aktualisieren.