Betrug mit falschen Stellenangeboten
Mit Stellenangeboten auf Fake-Websites locken Betrüger*innen Arbeitssuchende an. Dafür nutzen sie neuerdings echte Schweizer Unternehmen, die keine eigene Website besitzen.Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) warnt vor sich weiterentwickelnden Betrugsmaschen im Zusammenhang mit fiktiven Stellenangeboten. Dabei konzentrieren die Akteure hinter dem Betrug sich auf unterschiedliche Branchen. Viele Betrugsversuche zielen darauf ab finanziellen Schaden bei Betroffenen zu verursachen – Alle stehlen mindestens sensible Daten, die Bewerber*innen im Bewerbungsprozess angeben müssen.
Fake-Jobs in der Hotel-Branche
Als erstes wurden vermehrt falsche Jobangebote im Hotelsektor registriert. Dabei verlangten die Betrüger nach Angaben des BACS Vorauszahlungen von 300-1000€ für den Abschluss von Versicherungen oder der Beschaffung einer Arbeitsbewilligung in der Schweiz. Dies Fake-Angebote wurden insbesondere auf italienischen und griechischen Jobportalen gefunden.
Fake-Jobs im Zusammenhang mit Produktbewertungen
Bei einer weiteren Methode wurden erfolgreiche Bewerber und Bewerberinnen auf die Plattform einer vermeintlichen Firma weitergeleitet, bei der man von zu Hause aus arbeiten soll. Die eigentliche „Arbeit“ besteht darin Aufträge auf der Plattform anzunehmen, bei denen man Apps, Modeartikel und andere Produkte testen und bewerten soll. Über die Plattform werden nach Angaben der Betrüger*innen auch Prämien verteilt und der Lohn ausgezahlt. Der Haken: Etwaige Prämien und Lohn sammelt man als Guthaben auf der Plattform und die dazu nötigen Aufträge sind schnell abgearbeitet. Gegen eine Gebühr können neue Aufträge erworben werden und auch für die Auszahlung des Lohns werden Gebühren verlangt. Letztlich versuchen Betrüger so viele Gebühren wie möglich zu erhalten bis Betroffene merken, dass sie betrogen werden – zur Auszahlung des Lohns kommt es nie.
Fake-Jobs bei echten Schweizer Unternehmen
Neuerdings nutzen Betrüger*innen echte Unternehmen, die im Handelsregister eingetragen sind, für ihren Betrug. Dafür werden Unternehmen ausgewählt, die keine eigene Website besitzen – diese wird dann von den Betrüger*innen bereitgestellt. Nach Angaben des BACS ist davon insbesondere die Logistikbranche betroffen. Bewerber*innen werden mit flexiblen Jobs gelockt und im Bewerbungsprozess auf eine passwortgeschützte Website geleitet, auf denen weitere Daten angegeben werden müssen. Der Weg zum Ziel (Betrug) ist hier noch nicht ganz klar. Es wurde ein Fall berichtet, indem ein Bewerber Cyrpto-Gutscheine im Wert von 2500CHF kaufen sollte.
Auch wenn es im Einzelfall nicht zu finanziellen Verlusten kommt, eines passiert immer: Die Betrüger*innen erhalten sensible Daten ihrer Opfer, die potenziell für weitere Betrugsversuche nutzen können.
- Angebote die "zu gut sind, um wahr zu sein" sind es meistens auch nicht!
- Nicht auf Jobangebote eingehen, die eine Vorauszahlungen verlangen.
- Überprüfe die Seriosität von Websites, z.B: Impressum, Datenschutz, Kontaktaufnahme
- Betroffene sollten Vorfälle dieser Art der Polizei melden.