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Das sind die Gefahren kostenloser Streams

Die Formel 1 Saison hat begonnen und die Fußball-Weltmeisterschaft steht vor der Tür. Damit einher gehen mehr Suchanfragen nach „kostenlosen Streams“ – Sicherheitsforscher warnen vor den Gefahren und zeigen, dass vermeintlich kostenlose Streaming-Websites auch monetären Zwecken dienen.

Einzelne Streams sind nur über Plattformen zu erreichen

Sicherheitsexperten von Bitdefender haben populäre Free-Streaming-Websites speziell für Sportevents untersucht und klare Strukturen entdeckt, die auf „gut organisierte Operationen“ hinweisen. Der Weg zu einem einzelnen Stream führt dabei meist über eine kostenlose Streaming-Plattform, auf der diverse Sportarten und Streams angeboten werden. Um einen Stream aufzurufen müssen Nutzer*innen in der Regel über zahlreiche Weiterleitungen und Verlinkungen stets wechselnde Domains (Adressen von Websites) aufrufen. Diese Vernetzung bietet Betreibern mehr „Fläche“ für Werbung, Malware und Tracking und macht es ihnen leichter IP-Sperrungen zu umgehen oder gesperrte Seiten schneller wieder in Betrieb zu nehmen.

Monetarisierung und Gefahren für Nutzende

Die meisten Plattformen haben das Ziel möglichst viel und möglichst aggressive Werbung bzw. „Ads“ zu schalten, welche von Nutzenden zwangsweise zum Anschauen des Streams angeklickt werden müssen. Betreiber von Plattformen können diese Klicks im wahrsten Sinne des Wortes zu Geld machen. Ads können dabei für Nutzende nicht nur nervig sein, sondern auch echte Gefahren mit sich bringen:

Eine Cybersecurity Studie, welche 260 Free-Streaming-Websites untersucht hat, hat in beinahe einem Drittel der untersuchten Websites bösartige JavaScripts entdeckt, die schädliche Inhalte laden können oder Nutzende ungewollt auf weitere Domains leiten. Außerdem nutzen viele Seiten Tracking-Skripte, welche die Browser-Aktivitäten von Nutzenden verfolgen. Die Sicherheitsexperten nennen ein Beispiel für, dass bei paralleler Nutzung von Facebook angeklickte Ads in das „Werbeprofil“ übernommen werden und somit auch die angezeigte Werbung auf Facebook und anderen Seiten beeinflussen kann.

Nach Ansicht der Forscher ist das Risiko für Kinder besonders groß, weil solche Plattformen rein auf Gewinne abzielen und Altersverifizierung und Sicherheit für Kinder dabei keine Rolle spielen. Die Inhalte der Ads sind oft nicht für Kinder geeignet und öffnen sich automatisch. Letztlich muss erwähnt werden, dass das kostenlose Streamen von Copyright-geschützten Inhalten in Deutschland und den meisten anderen Ländern strafbar ist und hohe Geldstrafen bedeuten kann.

Handlungsempfehlungen
  • Nutze offizielle Streaming-Dienste, welche die Rechte haben deine Lieblingssportart zu übertragen.
  • Besprich mit deinen Kindern wo und welche Inhalte im Netz sie aufrufen.
  • Nutze Parental Controls in Applikationen und Browsern, um Kinder vor schädlichen Inhalten zu schützen.