Achtung Phishing: Falsche Elster-Mails locken mit angeblicher Steuererstattung
Kriminelle verschicken derzeit massenhaft gefälschte E-Mails im Namen von Elster, dem elektronischen Steuerportal der Finanzverwaltung. Die Nachrichten versprechen eine angeblich bereitstehende Steuererstattung und fordern zum Klick auf einen Link auf. Die Verbraucherzentrale warnt seit Wochen wiederholt vor dieser Phishing-Welle, die in mehreren Varianten auftaucht.
Was ist passiert?
Seit Anfang Juni 2026 sind mehrere Wellen gefälschter Elster-Mails im Umlauf. Eine frühe Variante trug den Betreff „Ihr elektronischer Steuerbescheid für 2026 ist abrufbar“ und behauptete, ein Einkommensteuerbescheid mit Steuerguthaben stehe bereit. Eine spätere Version vom 26. Juni nutzte den Betreff „Ihre Steuererstattung 2026 steht zur Auszahlung bereit“ und verwies auf eine angebliche neue Nachricht im Mein Elster-Postfach. Auffällig dabei: Die Nachrichten sind inhaltlich identisch aufgebaut und nennen sogar denselben Erstattungsbetrag, was auf einen automatisierten Massenversand mit Standardtexten hindeutet.
Wie funktioniert der Angriff?
Die Betrugsmasche wirkt durch die Anlehnung an ein offizielles Behördenportal besonders glaubwürdig. Empfänger:innen werden zusätzlich unter Zeitdruck gesetzt, etwa durch die angebliche Notwendigkeit, persönliche Daten zu verifizieren, da sonst Transaktionen storniert würden. Wer auf den enthaltenen Link klickt und dort Daten eingibt, riskiert Identitätsdiebstahl und finanziellen Schaden. Da echte Steuerbescheide auch weiterhin per Post zugestellt werden, gibt es zudem keinen echten Grund für eine derart dringliche E-Mail Aufforderung.
Wer ist betroffen?
Betroffen sind grundsätzlich alle Steuerzahlenden in Deutschland, unabhängig davon, ob tatsächlich eine Steuererklärung eingereicht wurde. Die Angreifenden setzen auf Massenversand, sodass auch Personen Nachrichten erhalten, die „Mein Elster“ gar nicht aktiv nutzen. Besonders gefährdet sind Menschen, die mit dem Ablauf und der Optik echter Elster Kommunikation wenig vertraut sind und dadurch schwerer zwischen echter und gefälschter Nachricht unterscheiden können.
- Verdächtige E Mails in den Spam Ordner verschieben
- Niemals auf enthaltene Links klicken
- Nachrichten im Elster-Postfach ausschließlich über die offizielle Website prüfen, nicht über Links aus E-Mails
- Auf Warnsignale achten: unpersönliche Anrede, unseriöse Absenderadresse, Drohung mit Stornierung oder Fristsetzung
- Bedenken, dass echte Steuerbescheide weiterhin auch per Post zugestellt werden