Phishing: Gefälschte E-Mails im Namen der Deutschen Rentenversicherung
Aktuell kursiert eine Welle gefälschter E-Mails im Namen der Deutschen Rentenversicherung (DRV). Die Nachrichten nutzen unterschiedliche Vorwände, um Versicherte zur Preisgabe persönlicher Daten zu bewegen. Die DRV warnt ausdrücklich vor diesen Betrugsversuchen und weist darauf hin, dass persönliche Daten niemals per Mail angefordert werden.
Was ist passiert?
Kriminelle nutzen derzeit verschiedene Vorwände, um an persönliche Daten von Versicherten zu gelangen. Mal ist von einem angeblichen Sicherheitsupdate der Digitalen Rentenübersicht die Rede, mal wird der Versand wichtiger Dokumente wie der jährlichen Renteninformation in Aussicht gestellt, mal eine Fehlbuchung behauptet, die zu einer Beitragserstattung führen soll. Solche Mails enthalten immer einen Link, über den Zahlungsinformationen oder persönliche Daten auf einer gefälschten Landingpage eingegeben werden sollen. Weil die Kriminellen mittlerweile auch KI einsetzen, um den typischen Sprachstil der DRV nachzuahmen, wirken die Nachrichten zunehmend überzeugend.
Wie erkennen Sie eine Phishing-Mail?
Entscheidend ist die tatsächliche Absenderadresse, nicht der angezeigte Name. Adressen wie „noreply@drv.de“ oder Domains, die nichts mit der DRV zu tun haben, entlarven oft die Fälschung. Ebenfalls sollten Sie misstrauisch werden, wenn Ihnen ein konkreter Geldbetrag in Aussicht gestellt wird, sofern Sie vorher Ihre Bankdaten eingeben, oder wenn zeitlicher Druck aufgebaut wird, etwa durch eine kurze Frist oder einen angeblich bald ablaufenden Link.
Was ist zu tun, wenn Sie auf eine Phishing-Mail hereingefallen sind?
Nach einem Klick auf einen Phishing-Link sollten Sie ruhig, aber schnell handeln: Trennen Sie zunächst das Gerät vom Internet. Wurden bereits Bankdaten eingegeben, sperren Sie umgehend Ihre Karten oder informieren Sie Ihre Bank. Wurden Zugangsdaten eingegeben, ändern Sie die Passwörter von einem anderen Gerät aus. Machen Sie zusätzlich Screenshots der Phishing-Seite und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
- Verdächtige E Mails sofort in den Spam Ordner verschieben, nicht anklicken
- Absenderadresse genau prüfen, nicht nur den angezeigten Namen
- Niemals persönliche Daten oder Bankdaten über einen E Mail Link eingeben
- Bedenken, dass die DRV niemals per Mail nach persönlichen Daten fragt
- Bei Unsicherheit über die offiziellen Kontaktwege der DRV nachfragen