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Fake-Mail zu angeblicher Betriebsprüfung im Namen des Finanzministeriums für Schleswig-Holstein im Umlauf

Aktuell verschicken Kriminelle E-Mails, die aussehen, als kämen sie von der Poststelle des Finanzministeriums Schleswig-Holstein. Angekündigt wird darin eine „Außenprüfung gemäß § 193 Abgabenordnung“. Das Finanzministerium selbst versendet solche Prüfungsanordnungen jedoch nie, hier wären ausschließlich die Finanzämter zuständig. Es handelt sich um einen Betrugsversuch.

Was ist passiert?

Die gefälschten Mails geben vor, vom Finanzministerium zu stammen, und kündigen eine steuerliche Außenprüfung an. Im Text wird auf einen vermeintlichen PDF-Anhang verwiesen. Tatsächlich handelt es sich dabei um eine HTML-Datei, die beim Öffnen zur Eingabe eines Passworts auffordert. Echte Prüfungsanordnungen der Finanzämter unterscheiden sich sowohl in Form als auch in Inhalt deutlich von diesen Mails, unter anderem wird darin namentlich die zuständige Person der Außenprüfung genannt.

Wer ist betroffen?

Grundsätzlich jede:r, der oder die im Postfach eine solche Mail erhält. Jedoch wirkt diese natürlich besonders glaubwürdig auf Selbstständige und Unternehmen, da eine Betriebsprüfung nach § 193 Abgabeordnung typischerweise diese Gruppe betrifft und das Thema entsprechend ernst genommen wird.

Warum ist das gefährlich?

Wer die angehängte Datei öffnet und dort ein Passwort eingibt, gibt dieses direkt an die Angreifer:innen weiter. Da die Mail den Anschein einer offiziellen Behördenkorrespondenz erweckt und mit einer angeblichen Betriebsprüfung ein ernstzunehmendes Thema aufgreift, kann sie erheblichen Druck erzeugen.

Handlungsempfehlungen
  • Anhang nicht öffnen, keine Daten eingeben und keinen etwaigen Zahlungsaufforderungen nachkommen
  • Mail umgehend löschen
  • Bei Fragen kann das Funktionspostfach der Pressestelle des Finanzministeriums Schleswig-Holstein kontaktiert werden