Phishing bei der Sparkasse: Gefälschtes S-pushTAN-Update im Umlauf
Kriminelle verschicken derzeit wieder Phishing-Mails im Namen der Sparkasse. Die Nachricht behauptet, eine Aktualisierung der S-pushTAN-App sei zwingend nötig, und droht bei Untätigkeit mit einer Einschränkung des Kontos. Die Verbraucherzentrale hat die Masche am 7. Juli 2026 in ihr Phishing-Radar aufgenommen, die Welle läuft weiter.
Was ist passiert
Die betrügerische Mail trägt den Betreff „Ihre Sparkasse informiert: Wichtige Aktualisierung Ihrer S-pushTAN-App“. Im Namen der Sparkassen fordern die Absender die Empfänger auf, die S-pushTAN-App zu aktualisieren und dabei ihre Identität zu bestätigen. Diese angebliche Aktualisierung wird als Voraussetzung dargestellt, um die App weiter nutzen und Überweisungen sowie Zahlungen weiterhin freigeben zu können. Wer nicht umgehend über den Link in der Mail reagiere, dem drohe eine Einschränkung des Kontos.
Genau dieser Druck ist das eigentliche Werkzeug der Angreifer. Die Kombination aus einer scheinbar technischen Notwendigkeit und einer Frist soll dazu bringen, den Link ohne weiteres Nachdenken anzuklicken.
Wie die Masche funktioniert
Hinter dem Link in der Mail steckt keine echte App-Aktualisierung. Der Klick führt entweder auf eine gefälschte Sparkassen-Seite, auf der Zugangsdaten und persönliche Angaben abgegriffen werden, oder er kann eine unbemerkte Installation von Schadsoftware auslösen, etwa eines Trojaners oder anderer Viren. Beide Wege verfolgen dasselbe Ziel: Zugriff auf das Online-Banking der Opfer.
Wichtig zu wissen: Eine echte Aktualisierung der pushTAN-App läuft niemals über einen Link in einer E-Mail. App-Updates kommen ausschließlich über den offiziellen App-Store des Geräts, sicherheitsrelevante Hinweise erscheinen direkt in der App oder im Online-Banking nach dem Login. Keine Sparkasse fordert per Mail dazu auf, über einen mitgelieferten Link ein Sicherheitsupdate durchzuführen oder die Identität zu bestätigen.
Woran Sie die Fälschung erkennen
Die Verbraucherzentrale nennt mehrere typische Merkmale dieser Mail:
- unseriöse Absenderadresse, die auf den zweiten Blick nicht zur Sparkasse passt
- unpersönliche Anrede ohne den tatsächlichen Namen des Empfängers
- Aufforderung zur Aktualisierung und zur Bestätigung der eigenen Identität
- Drohung mit einer Einschränkung des Kontos
- ein Link in der Mail, über den alles „bestätigt“ werden soll
Ein Schloss-Symbol oder ein „https://“ in der Adresszeile ist übrigens kein Beweis für Echtheit. Auch Betrüger nutzen inzwischen gültige Zertifikate für ihre gefälschten Seiten.
Diese Kampagne steht nicht allein. In den vergangenen Tagen häufen sich vergleichbare Betrugswellen gegen Kunden weiterer Institute, jeweils mit dem gleichen Muster aus angeblicher Aktualisierung und Fristdruck. Am 15. Juli 2026 warnte die Verbraucherzentrale vor einer Mail im Namen der Sparkasse, die eine Aktualisierung des chipTAN-Verfahrens verlangt. Bei den Volksbanken und Raiffeisenbanken kursiert eine Mail zu einem angeblichen Update des Web-Sicherheitssystems, das bis zum 17. Juli 2026 aktiviert werden soll, sonst werde der SecureGo-TAN-SMS-Dienst gesperrt. Und im Namen der Consorsbank fordert eine Mail unter dem Betreff „SecurePlus Check“ eine Datenaktualisierung bis zum 9. Juli 2026.
Wer Kunde bei einer dieser Banken ist, sollte entsprechende Nachrichten mit besonderer Vorsicht behandeln.
- Klicken Sie den Link in der Mail nicht an, und geben Sie auf keiner darüber erreichbaren Seite Daten ein.
- Antworten Sie nicht auf die Mail und leiten Sie sie nicht an andere weiter.
- Prüfen Sie einen echten Aktualisierungsbedarf ausschließlich über die offizielle Sparkassen-App oder die bekannte Website Ihrer Sparkasse, niemals über den Mail-Link.
- Bestätigen Sie in der pushTAN-App nur Aufträge, die Sie selbst ausgelöst haben. Eine TAN-Abfrage ohne vorherige eigene Überweisung ist ein Warnsignal.