Mutmaßliche Desinformationskampagne: Gefälschte Medienlogos
Laut Medienberichten sollen im laufenden Landtagswahlkampf in Sachsen-Anhalt gefälschte Kurz-Videos mit Logos bekannter deutscher Medien im Umlauf sein. Dabei werden vor allem auf der Plattform X gezielt Falschmeldungen über Kandidat:innen von etablierten Parteien verbreitet.
Was ist passiert?
Laut einer Berichterstattung der Wochenzeitung Die Zeit kursieren seit Anfang Juli auf der Plattform X manipulierte Videos, die vorgeben, von etablierten Medienmarken wie Süddeutscher Zeitung, FAZ, Spiegel TV oder Zeit zu stammen. Darin sollen Falschbehauptungen über einzelne Kandidat:innen von Grünen, CDU, Linken und SPD verbreitet werden. Nach bisherigen Erkenntnissen ist die AfD nicht Ziel der Kampagne.
Wie funktionieren solche Desinformationskampagnen?
Sicherheitsbehörden beobachten ähnliche Aktivitäten seit Jahren, da bereits im Umfeld vergangener Wahlen etwa KI-generierte Falschmeldungen und Narrative über angeblichen Wahlbetrug verbreitet wurden. Die aktuelle Kampagne trägt den Namen „Matrjoschka“. Dabei werden gezielt Logos und Erscheinungsbild seriöser Medien nachgeahmt, um Fake News den Anschein echter Berichterstattung zu verleihen. Offenbar werden die Falschmeldungen und Kurzvideos über ein koordiniertes Bot-Netzwerk ausgespielt. Ziel solcher Kampagnen ist es laut Sicherheitsbehörden, Verunsicherung zu stiften, gesellschaftliche Spannungen in Deutschland zu verstärken und politische Debatten zu beeinflussen.
- Prüfen Sie stets, ob Beiträge tatsächlich von den angegeben Medien stammen
- Achten Sie auf fehlerhafte Logos oder unübliche Formulierungen als mögliche Warnsignale
- Seien Sie bei stark emotionalisierenden oder zugespitzten Inhalten vorsichtig und prüfen die Information bevor Sie diese liken, teilen oder kommentieren
- Melden Sie entsprechende Beiträge bei den Plattformen