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Phishing-Mails zu angeblicher AOK-Rückerstattung im Umlauf

Aktuell kursieren Phishing-Mails im Namen der AOK, die eine Rückerstattung von 324,90 Euro versprechen und zur Freigabe über ein angebliches Kundenportal auffordern. Ziel ist es, Karten- oder Kontodaten abzugreifen.

Was ist passiert?

Im Umlauf sind E-Mails, die im Namen der AOK eine auszahlungsbereite Rückerstattung von 324,90 Euro ankündigen, begründet mit einer Neuberechnung von Beiträgen und langjährigem Versichertenstatus. Die Nachricht behauptet, die Überweisung auf das hinterlegte Girokonto sei gescheitert, weshalb die Auszahlung stattdessen über eine mit dem Konto verbundene Karte angefordert werden solle. Dafür verweisen die Absender:innen auf ein angeblich sicheres Kundenportal und setzen eine Frist von sieben Tagen.

Wie funktioniert der Betrug?

Die Mail kombiniert zwei Hebel: eine konkrete, plausible Geldsumme als Köder und eine Frist, die Zeitdruck erzeugt. Zusätzliche Bearbeitungsangaben und der Verweis auf ein „sicheres Kundenportal“ sollen Seriosität vortäuschen. Erkennbar bleibt der Betrug an der unpersönlichen Anrede und einer unseriösen Absenderadresse. Wichtig: Auch sprachlich fehlerfreie Mails, ein „https://“ oder ein Schloss-Symbol im Browser sind laut BSI längst kein verlässliches Echtheitsmerkmal mehr, da Kriminelle auch für Fake-Seiten gültige Sicherheitszertifikate nutzen.

Warum ist das relevant?

Die Aufforderung, eine Auszahlung über eine Kartennummer statt regulär per Überweisung zu erhalten, ist ein typisches Muster, um Zahlungsdaten abzugreifen, ohne dass es zunächst nach einer Zahlung, sondern nach einer Gutschrift aussieht. Gerade diese Umkehrung (man soll etwas bekommen, nicht zahlen) senkt die Hemmschwelle, auf den Link zu klicken.

Handlungsempfehlungen
  • E-Mail unbeantwortet in den Spam-Ordner verschieben und löschen, keine enthaltenen Links öffnen und keine Kartendaten eingeben
  • Mitteilungen der AOK ausschließlich über die offizielle App, das bekannte Kundenportal oder die offizielle Website prüfen, nicht über Links aus der E-Mail
  • Sich nicht allein auf äußere Merkmale wie fehlerfreie Sprache, "https://" oder Schloss-Symbol verlassen, diese garantieren keine Echtheit mehr
  • Bei Unsicherheit: Mauszeiger über den Absendernamen halten oder bei HTML-Mails den Quelltext prüfen, um die tatsächliche Absenderadresse zu sehen
  • Bei bereits eingegebenen Daten: umgehend die eigene Bank informieren und Karte ggf. sperren lassen