Phishing-Mails zu angeblichem Geschwindigkeitsverstoß-Bußgeld im Umlauf
Aktuell kursieren E-Mails mit dem Betreff „Wichtige Verwaltungsmitteilung Deutschland„, die im Namen eines angeblichen Bundesportals ein erhöhtes Bußgeld wegen eines Geschwindigkeitsverstoßes behaupten und zur Zahlung über einen Link auffordern.
Was ist passiert?
Im Umlauf sind E-Mails mit dem Betreff „Wichtige Verwaltungsmitteilung Deutschland“. Sie geben sich als offizielles Bundesportal aus und behaupten, ein Bußgeld wegen eines Geschwindigkeitsverstoßes habe sich nach mehreren Mahnungen erhöht. Zur Zahlung sollen Empfänger ein verlinktes Verwaltungsportal aufrufen, verbunden mit einer Frist von 24 Stunden.
Was macht die Masche so wirksam?
Die Mail kombiniert zwei Hebel gleichzeitig: eine Drohung, die auf weitere Erhöhungen bei Nichtreaktion verweist und einen Anreiz, in Form einer angebliche Gutschrift bei schneller Zahlung. Beides zusammen soll dazu bringen, ohne genaues Prüfen schnell zu handeln. Erkennbar bleibt der Betrug an der unpersönlichen Anrede („Sehr geehrter Nutzer“), einer unseriösen Absendeadresse und der Aufforderung, über einen Link zu zahlen, was echte Behörden nicht tun.
Warum ist das relevant?
Ein Bußgeldbescheid wirkt für viele plausibel genug, um nicht sofort misstrauisch zu werden, gerade in Kombination mit Zeitdruck. Wer dem Link folgt und zahlt oder Daten eingibt, verliert damit direkt Geld oder Zugangsdaten. Das Muster (Frist, Drohung, Link zur „Zahlung“) taucht in ähnlicher Form auch bei anderen angeblichen Behörden- oder Bankmitteilungen auf, sich das einmal einzuprägen hilft also über diesen konkreten Fall hinaus.
- E-Mail ignorieren und unbeantwortet in den Spam-Ordner verschieben
- Mögliche Bußgeldbescheide ausschließlich über die zuständige Behörde oder offizielle Verwaltungsportale prüfen, nicht über Links aus der E-Mail
- Absendeadresse genau prüfen: auf Tippfehler, Buchstabendreher oder ungewöhnliche Domain-Endungen achten
- Sich nicht von künstlichem Zeitdruck oder Drohungen wie "Sperrung in 24 Stunden" beeindrucken lassen
- Vor dem Klicken mit der Maus über Links fahren (bzw. auf dem Smartphone gedrückt halten), um die tatsächliche Zieladresse zu sehen
- Niemals Passwörter, PINs, TANs oder Kreditkartendaten über einen Link in einer E-Mail eingeben