Phishing-Mails zu angeblicher VR-SecureGo-Aktualisierung der Volksbank im Umlauf
Aktuell kursieren E-Mails, die im Namen von Volks- und Raiffeisenbanken zu einer angeblich dringend nötigen Aktualisierung der VR-SecureGo-App auffordern. Ziel ist es, Online-Banking-Zugangsdaten abzugreifen.
Was ist passiert?
Im Umlauf sind E-Mails mit dem Betreff „Aktualisierung Ihres Zugangs zur VR-SecureGo-App erforderlich“. Sie behaupten, der Zugang zur Sicherheits-App würde in Kürze verfallen, und nennen dafür einen konkreten Stichtag, z.B. den 11. August 2026. Über einen Button wie „Zugang jetzt aktualisieren“ sollen Empfänger:innen ihre Daten erneuern, um eine angeblich sonst drohende Sperrung zu verhindern.
Wie funktioniert der Betrug?
Die Mail nutzt Logos und Design der Volks- und Raiffeisenbanken und wirkt dadurch auf den ersten Blick professionell. Ein konkretes Datum als Stichtag baut zusätzlich gezielten Handlungsdruck auf, das wirkt greifbarer als eine vage Frist wie „in Kürze“. Erkennbar bleibt der Betrug an einer fehlenden persönlichen Anrede und einer Absenderadresse, die nichts mit der offiziellen Bank-Domain zu tun hat, entscheidend ist aber die Aufforderung, über einen Link persönliche Daten einzugeben.
Warum ist das relevant?
VR-SecureGo ist Teil des Online-Banking-Sicherheitssystems, ein Angriff hier zielt also direkt auf den Zugang zum eigenen Konto, nicht nur auf einzelne Daten. Banken und Sparkassen fragen niemals per E-Mail Passwörter, PINs oder TANs ab, diese Regel gilt unabhängig vom konkreten Vorwand, egal ob App-Update, Kontosperrung oder Adressprüfung.
- E-Mail unbeantwortet in den Spam-Ordner verschieben oder direkt löschen
- Keinesfalls auf den enthaltenen Link klicken oder Zugangsdaten eingeben
- Bei Unsicherheit die eigene Bank ausschließlich über bekannte offizielle Telefonnummern oder die offizielle Banking-App kontaktieren, nie über Kontaktangaben aus der verdächtigen Mail
- Auf fehlende persönliche Anrede und abweichende Absenderadresse als Warnsignale achten
- Sich von konkret genannten Stichtagen nicht unter Druck setzen lassen, echte Sicherheitsupdates laufen ohne solche Fristsetzung