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Gefälschte Bußgeld-Mail: Angebliche Behörde droht mit offenem Verkehrsverstoß

Aktuell kursiert eine Phishing-Mail mit dem Betreff „Wichtige Verwaltungsmitteilung Deutschland“, die vorgibt, von einer Behörde zu stammen und die Zahlung eines offenen Bußgelds fordert. Die Verbraucherzentrale warnt ausdrücklich davor.

Was ist passiert?

Kriminelle geben sich in der Mail als Bundesportal aus und behaupten, es liege ein offenes Bußgeld wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung vor. Da mehrere Mahnungen angeblich unbeachtet geblieben seien, habe sich die Forderung inzwischen erhöht. Zur Zahlung wird ein Link zu einem angeblichen Verwaltungsportal in der Mail bereitgestellt, innerhalb von 24 Stunden soll überwiesen werden. Bei rechtzeitiger Zahlung wird sogar eine Gutschrift versprochen, bei Nichtzahlung eine weitere Erhöhung angedroht. Den Verstoß gibt es jedoch nicht, das Geld landet direkt bei den Täter:innen.

Wie funktioniert der Betrug?

Die kurze Frist von 24 Stunden sowie die Kombination aus Drohung und finanziellem Anreiz verleiten zu einer schnellen, unüberlegten Zahlung. Verräterisch sind laut Verbraucherzentrale eine unseriöse Absenderadresse, die unpersönliche Anrede „Sehr geehrter Nutzer“ sowie für ein deutsches Behördenschreiben untypische Formulierungen wie „Für Ihre Bequemlichkeit“. Ein echter Bußgeldbescheid dagegen kommt ausschließlich per Post, meist als förmliche Zustellung, und enthält stets Aktenzeichen, Kennzeichen, konkrete Tatzeit sowie eine Rechtsbehelfsbelehrung mit zweiwöchiger Einspruchsfrist.

Warum ist das relevant?

Solche gefälschten Bußgeld-Mails tauchen immer wieder auf, bereits im Vorjahr warnte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) vor einer ähnlichen Welle, bei der ebenfalls über einen Link zu einer angeblichen Zahlungsanweisung geleitet wurde. Das KBA stellte damals klar, generell keine Bußgeldbescheide für Verkehrsverstöße per Mail zu verschicken, und warnte zusätzlich, dass über den Link auch Schadsoftware verbreitet werden könnte.

Handlungsempfehlungen
  • Reagieren Sie nicht auf die Mail, verschieben Sie sie unbeantwortet in den Spam-Ordner
  • Klicken Sie keine Links an und öffnen Sie keine Anhänge aus der Nachricht
  • Zahlen Sie niemals über einen in einer E-Mail verlinkten Link
  • Prüfen Sie einen möglichen Verstoß nur direkt bei der zuständigen Behörde, nicht über Kontaktdaten aus der Mail
  • Melden Sie verdächtige Mails der Verbraucherzentrale