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Betrüger:innen rufen mit gefälschten Sparkassen-Nummer an

Die Sparkasse Koblenz warnt vor Anrufen, bei denen Kriminelle die echte Sparkassen-Rufnummer vortäuschen und sich als Mitarbeiter:innen ausgeben. Ziel ist es, Zugangsdaten zu erlangen oder Betroffene zu betrügerischen Überweisungen zu bewegen.

Was ist passiert?

Kriminelle kontaktieren Sparkassen-Kund:innen telefonisch und geben sich als Mitarbeiter:innen aus. Als Vorwand dient meist eine angeblich nötige Sicherheitsprüfung oder die vermeintliche Verhinderung einer betrügerischen Zahlung. Durch sogenanntes Call-ID-Spoofing erscheint im Display die echte Sparkassen-Nummer 0261 393-0, obwohl der Anruf tatsächlich von den Betrüger:innen stammt.

Was macht die Masche so wirksam?

Die gefälschte Nummer allein reicht meist schon, um Vertrauen zu schaffen, viele verlassen sich blind auf die Display-Anzeige. Verstärkt wird das dadurch, dass die Anrufer:innen laut Sparkasse professionell auftreten und teils sogar persönliche Daten der Angerufenen kennen, vermutlich aus vorherigen Datenlecks oder Recherchen. Diese Kombination aus scheinbar echter Nummer und scheinbarem Insiderwissen baut gezielt Vertrauen auf, bevor überhaupt nach Daten gefragt wird.

Warum ist das relevant?

Die Nummer im Display war lange ein verlässliches Indiz für einen echten Anrufenden, das gilt durch Spoofing nicht mehr. Wer sich allein darauf verlässt, ist entsprechend angreifbar. Die Sparkasse betont deshalb, dass die Art der Anfrage selbst das Warnsignal ist, nicht die angezeigte Nummer.

Handlungsempfehlungen
  • Gespräch sofort beenden, sobald nach Zugangsdaten, PIN, TAN oder ähnlich sensiblen Informationen gefragt wird
  • Niemals telefonisch zu einer Überweisung verleiten lassen, gerade nicht unter Zeitdruck
  • Bei Unsicherheit auflegen und selbst über die offizielle, unabhängig recherchierte Nummer zurückrufen (Sparkassen-Card, Online-Banking, Website)
  • Dabei nicht die Rückruffunktion des Telefons nutzen, diese kann erneut zu den Betrüger:innen führen
  • Bei bereits erfolgtem Datenverlust oder Überweisung: sofort die eigene Sparkasse kontaktieren und Anzeige bei der Polizei erstatten