Phishing im Namen von ELSTER: Mail fordert zur angeblichen Korrektur der Steuerdaten auf
Aktuell kursiert eine Phishing-Mail im Namen von ELSTER, die vor angeblichen Unstimmigkeiten im gespeicherten Steuerkonto warnt und zur sofortigen Korrektur der persönlichen Daten auffordert. Die Verbraucherzentrale warnt ausdrücklich davor.
Was ist passiert?
In der Mail wird behauptet, im gespeicherten Steuerkonto lägen Unstimmigkeiten vor, die persönlichen Daten müssten daher korrigiert werden. Über die Schaltfläche „Angaben korrigieren“ soll eine vermeintliche ELSTER-Seite aufgerufen werden, auf der die Zugangsdaten eingegeben werden sollen. Konkrete Angaben dazu, welche Steuerdaten überhaupt betroffen sein sollen, enthält die Nachricht nicht, gefordert wird direkt die Eingabe von Zugangsdaten.
Wie funktioniert der Betrug?
Besonders auffällig ist der Zeitdruck: Die Aktualisierung soll angeblich noch am selben Tag erfolgen, wodurch Empfänger:innen zu einer schnellen, unüberlegten Handlung bewegt werden sollen, ohne Absenderadresse oder Zieladresse des Links genauer zu prüfen. Weitere Warnsignale sind eine unseriöse Absenderadresse sowie ein externer Link. Das ELSTER-Portal fordert grundsätzlich niemals per E-Mail-Link zur Eingabe von Zugangsdaten auf, echte Mitteilungen lassen sich ausschließlich direkt im eigenen Konto auf elster.de einsehen.
Warum ist das relevant?
ELSTER-Zugangsdaten ermöglichen weitreichenden Zugriff auf sensible persönliche und finanzielle Informationen, ein erfolgreicher Angriff kann daher besonders schwerwiegende Folgen haben. Wer dem Link folgt und dort Zugangsdaten eingibt, gibt diese direkt an die Täter:innen weiter.
- Ignorieren Sie solche Aufforderungen und verschieben Sie die Mail unbeantwortet in den Spam-Ordner
- Klicken Sie keine Links aus der Nachricht an
- Prüfen Sie mögliche Mitteilungen ausschließlich direkt auf der offiziellen Steuer-Internetseite elster.de
- Melden Sie verdächtige Mails der Verbraucherzentrale