Betrug mit gefälschten Inkassoschreiben
Über 150 Namen und Bankverbindungen von vermeidlichen Unternehmen, die Verbraucher mit gefälschten Inkassoschreiben betrügen, wurden veröffentlicht.
Inkasso-Betrug
Die Masche der Betrüger ist simpel, aber leider noch viel zu häufig effektiv. Verbraucher*innen werden von einem Inkasso Unternehmen aufgefordert Geld zu zahlen. Betrüger nutzen dabei immer häufiger echte Unternehmen mit falscher Bankverbindung für ihre Forderungen.
Gefälschte Schreiben, wie auch Phishing, werden im Zeitalter von KI immer professioneller und schwieriger von seriösen Forderungen zu unterscheiden. Nichtsdestotrotz, ist es sinnvoll etwaige Forderungen auf Formalitäten zu überprüfen. Folgende Aspekte sind Indizien für Betrugsversuche speziell im Bereich Inkasso:
- Unvollständige oder falsche Ansprache
- Rechtschreibung- und Grammatikfehler
- Unseriöser Absender
- Inkasso-Forderung nur per E-Mail erhalten, nicht per Post
- Deutsche Unternehmen mit ausländischer Bankverbindung
- Sehr kurze Fristen oder keine Angabe von Fristen („Sofort Zahlen“)
Auch wenn es grundsätzlich nicht verboten ist, Inkasso-Forderungen nur per E-Mail zu versenden, sollte jeder diese Punkte zumindest Zweifel hervorrufen. Einer Inkasso-Forderung muss außerdem immer ein Vertrag zu Grunde liegen. Abseits der Formalitäten sollte man sich immer fragen, ob der angegebene Sachverhalt zutreffend ist.
Immer noch unsicher? Folge unseren Handlungsempfehlungen:
- Überprüfe das Schreiben auf Seriosität.
- Wenn Zweifel bestehen: Auf keinen Fall Geld überweisen.
- Bei Zweifeln, keine Kontaktaufnahme über im Schreiben angegebene Telefonnummern oder E-Mailadressen.
- Bei Zweifeln, such selbst den öffentlich verfügbaren Kontakt mit dem Unternehmen.
- Melde Betrugsversuche der Verbraucherzentrale um Dich und andere zu schützen.