Cyberangriff auf Alarm- und Sicherheitssysteme verriegelt Autos in Russland
Der russische Hersteller von Alarm- und Sicherheitssystemen „Delta“ ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Viele Autos in Russland, die Deltas Systeme für die Alarmanlagen und Verriegelung nutzen, lassen sich nicht mehr öffnen und starten.
Externer Angriff auf IT-Infrastruktur
Das Unternehmen hat auf Telegramm veröffentlicht, dass es Opfer einer „groß-angelegten“ Attacke auf die eigenen IT-Infrastrukturen geworden ist. In russischen lokalen Medien und sozialen Netzwerken berichten Personen vor allem, dass sie ihr Auto nicht mehr öffnen oder starten können, in einigen Fällen sollen Autos während der Fahrt von selbst gestoppt haben. Während Nutzer*innen die Auswirkungen des Angriffs in erster Linie am eigenen Auto wahrnehmen, könnte der Schaden für Delta noch größer ausfallen: Server und IT-Infrastrukturen des Unternehmens sind kompromittiert, sodass auch die Website und Online-Services nicht zur Verfügung stehen. Zugehörige Server speichern unter anderem auch Standort- und Zahlungsdaten von Nutzer*innen, ein Verlust dieser Daten wird von Delta allerdings bisher ausgeschlossen.
Auswirkungen lokal beschränkt
Wir berichten über den Vorfall, weil er die Gefahren von Cyber-Attacken und unsere Abhängigkeit von digitalen Systemen zeigt. Die Alarm- und Sicherheitssysteme von Delta sind kein Standard-System für Autohersteller, sondern werden in Russland in angelieferten Autos installiert. Autobesitzer*innen in Deutschland sollten dementsprechend nicht betroffen sein.